Folk-Harfe "SnowCrane"

36 Saiten aus Nylon, Fluorcarbon und umsponnenem Stahldraht

Diese Harfe ist noch in Arbeit! Fertigstellung Anfang 2021!

Bildergalerie  Folk-Harfe "SnowCrane"

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Warum ich nicht an den fertig gebauten Harfe hänge...

Übers Loslassen

Manchmal werde ich gefragt, ob es mir denn nicht schwer falle, eine Harfe, an der ich so lange und intensiv gebaut habe, wieder wegzugeben?  Als ich diese Frage das erste Mal hörte, war ich erstaunt, denn darüber hatte ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. 
Und: Nein, es fällt mir niemals schwer! Zum einen freue ich mich sehr darüber, dass die neue Harfe endlich "nach Hause" zu ihrer neuen Besitzerin kommt und außerdem hängt es mit dem Bauprozess der Harfe zusammen.
Ich beginne jede Harfe mit der Auswahl des passenden Holzes aus meinem Lager. Das Holz wird beim Schreiner gehobelt und geschliffen und dann beginnt die Arbeit (siehe auch: "BAUBILDER"). Die Harfe wächst und nimmt Gestalt an über die Wochen, bis zu dem wichtigen Moment, wo Korpus und Hals/Pfeiler soweit gebaut sind, dass sie zusammenpassen. Dann ist die Harfe von der Konstruktion her fertig, alle Bohrungen und Ausarbeitungen sind gemacht, es kann nichts Grundlegendes mehr "schief gehen" -  ich sehe eine fertige Harfe vor mir.
An diesem Punkt des Bauprozesses steht mir die Harfe so nahe wie sonst nie! Ich wollte und könnte sie zu diesem Zeitpunkt niemals weggeben.
Danach folgt das Schleifen und Lackieren. Das ist ein langer und aufwendiger Prozess. Im Laufe dieses Prozesses habe ich das Gefühl, dass sich die Harfe wieder beginnt "von mir zu entfernen". Das Schleifen vereint quasi alle zuvor verleimten Einzelteile, indem es eine einheitliche Oberfläche für das neuentstandenen Harfenwesen schafft. Beim Lackieren bekommt dieses neue Wesen "seine eigene Haut" und ... ist mir in einer gewissen Weise wieder "fremd" geworden. Die Harfe ist jetzt ganz neu und kann nach dem Besaiten beginnen ihre Erfahrungen zu machen...mit dem Menschen, der sie dann spielen wird.
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